(gekürzte Fassung des Interviews von Jürgen Höller mit Siegfried & Roy in Las Vegas) Jürgen Höller: Zunächst einmal möchte ich mich sehr herzlich bei euch dafür bedanken, dass ihr mich nach Las Vegas eingeladen habt und euch Zeit nehmt, mich hier zu empfangen. Roy: Wir haben zu danken. Wir haben schon viel von dir gehört und sind froh, dass du die weite Anreise nach Las Vegas in Kauf genommen hast, um uns hier zu treffen. Jürgen Höller: Ihr habt euch ja auf einem Kreuzfahrtschiff kennen gelernt… Siegfried: Ja, ich arbeitete dort als Steward und nebenbei als Schiffszauberer. Und dann lernte ich Roy auf dem Schiff kennen… Roy: Ich sah Siegfried zaubern und ich hatte einige Ideen, wie seine Vorführung noch inte¬ressanter sein könnte. Und so freundeten wir uns an. Siegfried: Und dann erzählte er mir, dass er einen schwarzen Panther als Freund habe und er diesen gerne in die Show einbauen würde – wenn er mein Assistent sein könnte. Und so be¬gann alles. Jürgen Höller: Was sind eure Erfolgsstrategien und Prinzipien, mit dessen Hilfe ihr diese märchenhafte Karriere vollzogen habt. Siegfried: Zuerst einmal muss man sich etwas vornehmen. Man muss wissen, was man will. Roy: Und dann braucht man den Glauben. Denn der Glaube ist es, der Berge versetzen kann. Der Glaube entsteht aus dem Gefühl, aus dem Herzen heraus. Denn richtig sehen tut man nur mit dem Herzen. Viele Menschen gehen immer viel zu verstandesorientiert an die Dinge heran. Ich aber höre immer auf mein Gefühl. Wie die Tiere, die ihren Instinkt besitzen und danach handeln. Und der Glaube ist es, der Berge versetzen kann. Positiv denken, glauben, dass man letztendlich erfolgreich sein wird. Jürgen Höller: Viele Menschen glauben immer, dass diejenigen, die in ihrem Bereich an die Spitze gekommen sind, wie ihr in der Magie oder ich im Bereich des Motivationstrainings, dies alles ohne Probleme geschafft haben. Ich für meinen Teil, weiß, wie viele Probleme ich hatte, wie viel Hindernisse und Berge ich überwinden musste. Wie war das ei¬gentlich bei euch, verlief eure Karriere immer reibungsfrei? Siegfried: Oh nein, wir hatten immer Probleme zu bewältigen. Wir hatten immer zu kämpfen. Manchmal gingen wir 2 Schritte vor und 8 zurück. Roy: Manchmal wussten wir nicht wie es weitergeht, aber man braucht einfach den Glauben, dass es weitergeht. Man muss glauben, dass man es schafft. Siegfried: Nach unserer Zeit auf dem Schiff setzten wir uns ein 9-Monats-Ziel: Wenn wir es schaffen sollten, dann wäre alles gut, wenn nicht, dann hätten wir vielleicht aufgehört. Dieses 9-Monats-Ziel war, dass wir im Lido in Paris auftreten wollten. Es gab kein zurück mehr, wir mussten es tun. Und wir haben es schließlich auch geschafft… Jürgen Höller: Ich habe viele Prominente in den letzten Jahren kennen gelernt, aber bei euch beiden fällt mir auf – und ich sage das ohne euch „Honig ums Maul“ schmieren zu wollen – dass ihr ganz natürlich, ganz offen, ganz herzlich geblieben seid. Besonders, obwohl ihr ab¬solute Superstars seid. Worauf ist diese Menschlichkeit zurückzuführen? Roy: Wir fühlen uns nicht als Superstars, wir geben einfach jeden Tag unser Bestes und der Erfolg kam immer mehr zu uns. Siegfried: Alles, was wir sind, haben wir dem Publikum zu verdanken und jeden Tag, wenn wir unsere Vorstellung geben, dann sind wir unserem Publikum dankbar. Wir sind nichts be¬sonderes, nichts besseres, als jemand, der in einem anderen Beruf gute Leistungen bringt. Es ist nicht wichtig, was man tut, sondern wie gut man es tut. Jürgen Höller: Könnt ihr eueren Lesern und Zuhörern zum Schluss einige eurer wichtigsten Kernsätze kurz und knackig mitteilen? Roy: Der Glaube kann Berge versetzen. Siegfried: Sich etwas vornehmen, ein Ziel setzen. Jürgen Höller: Ich bedanke mich sehr für dieses Gespräch. Siegfried & Roy: Nein, wir haben uns bei dir zu bedanken.
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